Fernsteuer-Software |
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Wichtiges Element der Jukebox ist die Fernsteuerbarkeit der Funktionen. Im Abschnitt Grundgerät ist die Fernsteuer-Hardware beschrieben. Zwischen dieser Hardware und der
Jukebox-Software
sind jetzt noch Tools notwendig, die die Signale der Fernbedienung in Kommandos für die Jukebox-Software umwandeln. Im folgenden werden die beiden benötigten Tools und deren Konfiguration beschrieben. Am Ende kommt dann das Bedienungskonzept für die Steuerung der RealJukebox mit der Fernbedienung.
WinLIRC ist sozusagen die Treiber-Software für die gewählte Fernbedienungs-Hardware. Sie lernt und erkennt Fernbedienungs-Codes und stellt die erkannten Codes der eigentlichen
Fernsteuer-Software als String zur Verfügung. Die gewählte Hardware bedingt den Einsatz von WinLIRC, da diese Software auch die Spannung am COM-Port der Hardware entsprechend einstellt. Weitere Infos gibt es auf der Die Software ist bzgl. Konfiguration sehr spartanisch und nicht sehr komfortabel (Bild 1). Nach bestandener Konfiguration spielt dies aber keine Rolle mehr. Eine richtige Installation
findet nicht statt, man kopiert einfach winlirc.exe, *.i
Nun kann man mit dem Lernen beginnen. Vorher ein paar Worte zur Fernbedienung. Sie sollte etwas mehr haben als nur Zahlen,
wichtig sind Tasten wie für eine Videorecorder-Steuerung (Play, Stopp usw.) und eine Art Cursor-Tasten. Ich habe meine
Videorecorder-Fernbedienung von Sony verwendet (siehe Bild unten). Weiterhin kommt WinLIRC nicht mit allen Fernbedienungen
klar. Die Signale müssen eine bestimmte Struktur haben, damit WinLIRC damit was anfangen kann. Hier hilft probieren, WinLIRC
sagt beim Lernen, wenn es Probleme mit der Signalerkennung hat. Informativ ist dafür ein Blick in die Datenbank unterstützter
Vorher sollte man erstmal prüfen, ob überhaupt Signale empfangen werden. Dazu öffnet der Button “Raw Codes” ein Fenster, das
die empfangenen Signale darstellt. Wird hier beim Drücken einer Taste nichts angezeigt, kommt auch nichts an und man braucht nicht weiterzumachen, sondern muss zuerst den Fehler finden.
Der Lern-Dialog von WinLIRC ist sehr spartanisch. Der Start löscht erstmal alle Einträge des angegebenen Konfig-Files. Man kann
also mit WinLIRC keine nachträglichen Änderungen an der Konfiguration vornehmen. Nun muss man den ganzen Lern-Zyklus in
einem Ruck durchziehen. Gibt es Probleme mit einzelnen Codes, zeigt WinLIRC dies an. Die Namen für die Codes, die man
vergibt, muss man sich merken, sie werden später gebraucht. Am besten, man druckt sich das Konfigfile nach dem Lernen aus.
Nach dem Lernen kann man die Codes mit “Analyze” optimieren. Dies bringt eine schnellere Erkennung der Codes. Mit Ok
schliesst sich der Konfig-Dialog, WinLIRC kann nun in den Hintergund geschickt werden. Die Aktivität von WinLIRC ist durch das
Icon im Systray erkennbar. Wird ein gelernter Code erkannt, leuchtet das Icon kurz grün, sonst ist es weiss. Bei Problemen helfen die Troubleshooting-Guides in
Zum Schluß noch etwas zur Sicherheit: WinLIRC agiert als Server und erlaubt bis zu 16 Clients, sich über Port 8765 zu verbinden.
Einer dieser Clients wird die unten beschriebene Fernsteuer-Software sein. Leider kann WinLIRC nicht zwischen Clients auf der
Jukebox selbst (localhost) und Clients auf anderen Rechnern unterscheiden. Ist die Jukebox also ungeschützt am Internet
angebunden, kann sich jeder im Internet mit dem WinLIRC-Server verbinden. Ist zwar nicht sinnvoll für denjenigen, er kann aber
über DoS-Attacken die Jukebox lahm legen. Schutz bietet da eine Personal Firewall oder aber, die Jukebox einfach nicht direkt ins
Internet zu hängen, sondern nur über einen Router (siehe Abschnitt Peripherie). Die Entwickler von WinLIRC haben diese Schwachstelle aber bereits erkannt und werden dies in Zukunft hoffentlich lösen. Nun zur eigentlichen Software, die die RealJukbebox steuert. WinLIRC detektiert die Fernbedienungs-Codes und sendet die
Strings, die zu dem Code passen, an die Fernsteuer-Software. Diese wiederum führt daraufhin die Aktionen aus, die konfiguriert
sind (Tastatur-Kommandos, Mausclicks, Mausbewegungen, Programme starten, Focus setzen, Windows-Sysmessages usw). Ich hatte mehrere Tools getestet und mich dann ganz klar für
Zur Konfiguration von uICE empfiehlt es sich, die Auflösung auf 800x600 zu setzen, die Konfigfenster von uICE sind in der Größe
nich skalierbar. Zuerst zur “General Config”: Unter “Device Selection” muss WinLIRC eingestellt werden. Bei “General Options” ist die Aktivierung von “Leave Window Focus after Keystroke” wichtig, die anderen Punkte nach Bedarf.
Unter “Hardware Setup” wird die WinLIRC-Konfig verfeinert. Die Einstellungen können voreingestellt bleiben. Der aktivierte Autostart sorgt dafür, dass beim Starten von uICE (z.B. Boot) WinLIRC mitgestartet wird.
Aufwändig ist die Konfiguration der Aktionen unter “Actions”, insbesondere ist es oft schwierig Wege zu finden, eine bestimmte
Funktion der RealJukebox zu aktivieren. Da uICE jedoch sehr gute Unterstützung bietet, war es mir dann gelungen, alle relevanten Funktionen der Jukebox-Software aus der Fernsteuerung heraus zu erreichen. Zuerst muss eine Fernbed
Ich erspare mir jetzt hier die genaue Erklärung, wie ich die Steuerung der RealJukebox mit welchen Actions erreicht habe. Ich kann nur empfehlen, es nicht selbst zu versuchen, sondern sich an meine Konfiguration zu halten, die man
Im folgenden und letzten Abschnitt wird beschrieben, was man mit den einzelnen Commands in der RealJukebox erreicht und wie generell das Bedienungs-Konzept aussieht.
Grundprinzip ist, dass alle Einstellungen nur im Full-Mode geschehen können. Ist einmal in den Skin-Mode gewechselt, wird dort
nur noch die aktuelle Liste abgespielt. Einzige Bedienmöglichkeiten im Skin-Mode sind Play, Stop, Next/Prev Track und Rückkehr
zum Full-Mode. Dies ist ein pragmatischer, aber sicherer und ausreichender Ansatz. Voraussetzung für die richtige Funktion ist, dass man die RealJukebox so konfiguriert, wie im entsprechenden Weiteres Grundprinzip ist, dass die Jukebox mit einer bestimmten Taste (Application Start Command: TV/VTR) gestartet wird und
dann die Tasten der Fernbedienung Aktionen in der Jukebox auslösen können. Voraussetzung für die applikationsbezogenen
Aktionen, die mit Keystrokes arbeiten ist, dass die RealJukebox im Focus, d.h. das gerade aktive Programm unter Windows ist.
Verliert die RealJukebox den Focus, weil ein anderes Programm läuft oder gestartet wurde, muss man durch Drücken der Taste
TV/VTR den Focus wieder auf die RealJukebox legen. Manchmal sieht es so aus, als wäre die Jukebox das aktive Programm und trotzdem funktionieren die Tasten nicht. Dann hilft ebenfalls ein Drücken von TV/VTR.
Auf folgende blöde Probleme mit der RealJukebox sei noch hingewiesen:
Im folgenden wird in Form einer Tabelle dargestellt, welche Aktion mit welchem Command erreicht wird. Auf dem Photo neben der
Tabelle kann man gleich die Namen den realen Tasten zuordnen. Da die Tabelle lang ist, ist die Fernbedienung mehrmals
untereinander abgebildet, also nicht wundern. So bekommt man einen Eindruck, wie ich mir eine gute Tastenbelegung vorstelle. Die Namen der Commands entsprechen denen in meinem uICE-Konfig-File, dass man oben laden kann.
Globale Commands: Diese Commands gelten generell und wirken auf alle Programme. Die Bereitstellung von Funktionen wie
Escape, Enter, Cursor-Up und -Down ermöglicht, mit der Fernbedienung auf unerwartete Warnungen, Meldungen usw. zu reagieren.
Application Commands: Diese Commands sind unterhalb der Application Realjukebox konfiguriert. Das heisst, sie wirken nur, wenn die Realjukebox gestartet und im Focus ist. Funktionell zusammengehörige Commands sind farblich markiert.
Hinweise:
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