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Zuerst steht die Auswahl des Betriebssystems. Natürlich kommen hier prinzipiell Linux und Windows in Frage. Aus Stabilitäts- und Effizienzgründen ist sicher Linux besser
geeignet, erfordert jedoch einen höheren Aufwand an Konfiguration. Weiterhin ist die Vielfalt an Applikationen für Windows größer. Ich wollte zügig zu einem Ergebnis kommen und habe mich daher für Windows98 (Second Edition)
entschieden. Dieses OS ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber Windows ME bringt keinen Mehrnutzen und Windows2000 braucht wesentlich mehr Ressourcen (CPU, Memory, Disk). Ganz deutlich muss man aber wirklich sagen, dass ich im
Laufe des Projektes das eine oder andere Stabilitätsproblem mit Windows98 hatte. So einmal im Monat verabschiedet sich das System mit Ausnahmefehler. Naja, wir kennen das ja von Microsoft, es ist nur immer wieder schade, es selbst
zu erleben. Nun ist es auch so, dass ich mit meinem System viel experimentiert habe. Evtl. ist es angebracht, nach der Experimentierphase das System platt zu machen und danach nur mit der Software und in der Konfiguration zu
installieren, wie man es vorher erprobt hat. Suspend-to-RAM (STR) / Instant On: An dieser Stelle muss ich vorweg auf Suspend-to-RAM, das wichtige Feature der Jukebox eingehen, da es im wesentlichen
durch die richtige Konfiguration unter Windows zusammen mit BIOS-Einstellungen realisiert wird. Der Begriff “Instant-On” bezeichnet die Eigenschaft, einen PC aus einem quasi ausgeschalteten Zustand ohne lange Boot-Zeit in den
aktiven Zustand zu bringen. Baut man eine solche Jukebox auf PC-Basis, ist dies ein Pflicht-Feature, denn wer will schon die lange Bootzeit von Windows abwarten, um mal eben schnell Musik zu hören. Um “Instant-On” zu erreichen,
muss das System beim Ausschalten in einen Zustand gebracht werden, aus dem er schnell wieder aktivierbar ist. Der normale Standby-Modus eines Windows-PC ist dafür nicht ausreichend, da in diesem Modus Lüfter weiter laufen und fast
der volle Stromverbrauch stattfindet. Das Feature “Ruhezustand”, das es unter Windows 98 und ME gibt, speichert beim Ausschalten den aktuellen Zustand des Hauptspeichers auf Platte, um das System nach dem Einschalten von Platte
schnell wieder herzustellen. Außer bei Notebooks habe ich diese Methode bisher bei keinem PC in Funktion gesehen. Auf meiner Jukebox konnte ich den Ruhezustand zwar aktivieren, aber das System ließ sich nicht in diesen Zustand
bringen. Bleibt als letzte Möglichkeit, das Feature “Suspend-to-RAM” (STR) zu nutzen, das man mit modernen Mainboards realisieren kann. Einfache Idee ist dabei, dass nach Ausschalten des PC ein Standby-Strom auf dem Mainboard
verbleibt, der den Hauptspeicher und einige Peripherie weiter mit Ruhestrom versorgt, so dass der Inhalt des Hauptspeichers erhalten und die Peripherie zwecks Aufwachen aktiv bleibt. Dafür ist weniger als 1W an Leistung notwendig,
so dass man das System wirklich als ausgeschaltet betrachten kann. Alle Lüfter und Festplatten werden ausgeschaltet, so dass im STR-Mode das System auch nicht zu hören ist. Natürlich darf der Netzstecker in diesem Modus nicht
gezogen werden, sonst ist der STR-Mode weg und beim nächsten Einschalten bootet das System ganz normal. Die Hardware-Grundlagen für STR werden auf dem Mainboard realisiert, so dass STR im Soweit zur grauen Theorie. In der Praxis ist es mit STR so, dass sich alle Treiber der im
System vorhandenen Geräte an den ACPI-Standard halten müssen. Das ist in einem normalen PC mit Steckkarten so gut wie nie der Fall. Aber in der Jukebox sitzt ja ein voll integriertes Motherboard ohne Steckkarten. Da sind Hardware
und Treiber so gut abgestimmt, dass STR funktioniert. Trotzdem kann ein falscher Treiber oder eine einfache Konfig-Änderung unter Windows98 STR zu Falls bringen. Weiterhin kommt auch nicht jede Applikation mit STR klar,
insbesondere wenn sie viel mit Peripherie zu tun hat, z.B. gab es mit der Fernsteuer-Software Probleme. Daher empfiehlt es sich dringend, während der Installation / Konfiguration von Windows und der nachfolgenden
Treiber-Installation nach jedem Step die Funktion von STR zu testen. Gibt es Probleme, dann sofort wieder auf den alten Stand zurückbauen (falls es geht). Probleme äußern sich darin, dass die Jukebox nicht in den STR-Mode
runterfährt oder aus dem STR-Mode nicht wieder aufwacht. Probleme mit Applikationen sind sichtbar, indem diese nach dem Aufwachen nicht mehr richtig funktionieren bzw. das Schalten in oder Aufwachen aus dem STR-Mode verhindern.
Diese Symptome sind ein k.o.-Kriterium für die jeweilige Applikation. Installation von Windows98 und zusätzlicher Treiber: Die Installation von Windows98 findet eigentlich ganz normal statt.
Ist der Einbau von Floppy oder CD-ROM nicht vorgesehen, baut man sie zur Installation temporär ein. Oder man hängt die Festplatte der Jukebox in seinen normalen PC, formatiert sie dort, spielt DOS und die Windows-Installation drauf
und baut sie danach in die Jukebox ein. Die Jukebox bootet dann mit DOS, die Windows98-Installation wird von Konsole gestartet und die Daten von der Platte gelesen. Man sollte Windows nur mit den wirklich benötigte Optionen und
Modulen installieren, die Installation also schlank halten. Nur so hat man sein System unter Kontrolle. Nach der Windows-Installation sind die hardware-spezifischen Treiber von der mit dem Mainboard mitgelieferten Treiber-CD zu
installieren. Dabei ist folgendes zu beachten:
Nachkonfiguration des Systems: Nach Abschluss der System- und Treiber-Installation ist folgendes zu beachten und evtl. zu korrigieren:
Für die Jukebox ist Windows98 nur Betriebssystem, die ganzen Oberflächen-Features brauchen wir nicht. Ziel ist, dass man keine Windows-Desktop-Elemente mehr erkennt, sondern
nach dem Start nur die Oberfläche der Jukebox-Applikation. Weiterhin ist für den Bedarfsfall einfacher Programmstart weiterer Applikationen und Änderung der Display-Parameter notwendig. Folgende Einstellungen sind dafür vorzunehmen:
Das Ergebnis ist ein schwarzer Desktop (mit Linie am unteren Rand), bei Mausberührung am unteren Rand steht die Taskleiste mit Schnellstart-Leiste zur Verfügung (siehe Bild). |
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