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Das Gehäuse legt auch den Formfaktor des Mainboards fest - FlexATX. Damit ist die Auswahl des Mainbords bereits ziemlich eingeschränkt. Trotzdem
verwandte ich viel Zeit darauf, alle Mainboard-Hersteller zu checken, welche FlexATX-Boards sie anbieten, verglich Lösungen mit AMD- und Pentium-Prozessoren, erforschte die Vor- und Nachteile der einzelnen Chipsätze. Die Mühe hätte
ich mir sparen können, da in Deutschland eigentlich nur ein Mainboard-Typ in FlexATX zu beschaffen war (Stand Januar). Es ist das P6IWP-FE-I810E von Elitegroup/ECS (
http://www.elitegroup.de). Da sich die Lage in Zukunft evtl. ändert, hilft folgende Aufstellung spezieller
Anforderungen bei der Auswahl des richtigen Mainboards. Die Integration von soviel Funktion wie möglich auf dem Mainboard ist Voraussetzung für einen kompakten und preiswerten Aufbau der Jukebox. Gerade weil im gewählten Gehäuse
die PCI-Slots nicht nutzbar sind, wenn ein CD-Laufwerk eingebaut ist, müssen alle Peripherie-Funktionen durch Chipsätze auf dem Mainboard realisiert werden. In dieser Hinsicht ist das verfügbare ECS-Mainboard ein guter Kompromiss.
Auch wenn man die Verfügbarkeit in Deutschland außer acht läßt, hätte es kein Mainboard gegeben, das alle nachstehend aufgeführten Anforderungen erfüllt, entweder fehlte TV-Out oder Audio-Digital-Out oder beides.
Spezielle Anforderungen |
P6IWP-FE-I810E |
FlexATX |
ok |
Unterstützung Suspend-to-RAM |
ok |
Socket-370 (FCPGA) mit vielfältigem CPU-Support (Low-Cost Celeron bis 1 GHz Pentium III) |
ok |
FastEthernet onboard |
ok |
integrierter Graphikcontroller |
ok |
Hardware Motion Compensation für DVD-Playback |
ok |
einfacher 3-D-Accelerator integriert |
ok |
Audio-Chipsatz onboard |
ok |
Digitaler Audio-Ausgang (SPDIF) |
nein |
IrDa-Port als Steckerleiste |
ok |
TV-Out |
nur über Riser-Card |
Regelung CPU-Lüfter |
ok |
Regelung Netzteil-Lüfter durch Mainboard |
nein |
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Eine Beschreibung des Boards findet man hier auf der Website von ECS. Es basiert auf dem Chipsatz i810E von Intel mit
integrierter Graphik, 3D- und DVD-Funktion. Unterstützt werden alle Intel-FCPGA-Prozessoren vom Celeron bis zum Pentium III
1GHz. Zwei DIMM-Speichermodule mit bis zu 512MB können gesteckt werden. Socket-370 ist eine gute Wahl, da die hiermit einsetzbare Intel-Celeron-CPU deulich weniger Leistung aufnimmt als ein Duron von AMD.
Kaufen kann man das Board bei mehreren Handlern im Internet, z.B. http://www.guter-service.de
(DM235) bzw. Allman Computer (Rubrik Händler, auch für Endverbraucher?). Peacock hat das Board im Programm, verkauft aber nicht an Endkunden. Natürlich
gibt es mehrere US-Shops, die das Board im Angebot haben, aber wer von denen versendet schon nach Deutschland. Ich hatte
es damals bei Primustronix gekauft, doch die gibt’s jetzt nur noch als PrimusAvitos und haben das Board nicht mehr im Angebot.
Ich muss zugeben, dass es im Januar einfacher war, das Teil zu bekommen. Obige Shops hatten bei Erstellung der Website das
Board im Angebot, für wie lange das der Fall ist, weiss ich nicht und werde auch nicht regelmäßig prüfen. Hier ist durch den
Interessenten ggf. Spürsinn erforderlich, dieses Board aufzutreiben oder einen anderen Typ gemäß der obigen Checkliste zu
finden. Vielleicht hilft ja auch eine Anfrage bei Elite. Oder man hat einen guten Draht zu seinem örtlichen Computershop, der das Board evtl. bestellen kann. Falls jemand eine gute Quelle findet, bitte melden.
Da ich nicht den Eindruck habe, dass sich die Beschaffungslage des angegebenen Boards verbessert, hier ein Ausweichvorschlag: Elitegroup/ECS bietet ein weiteres Flex-ATX-Mainboard an, das P6STP-FL
. Anstelle des Chipsatz i810 von Intel wird der SIS630 von SIS verwendet. Bzgl. Features ergeben sich äußerlich keine Änderungen, das Board scheint eine gute
Alterative zu sein. Es bietet jedoch keine TV-Out-Option onboard oder via Riser-Card. Es lohnt sich sicher, es zu probieren. Zumal es für ca. DM 170,- bei mehreren Online-Handlern erhältlich ist z.B. bei Alternate und CS-2000. Weitere Boards siehe unter Rubrik “Alternativen”.
Das Board ansich ist ja noch nicht so ganz betriebsfähig. Es fehlen Speicher und CPU:
- CPU: Aus Kostengründen und wegen möglichst niedrigem Stromverbrauch würde ich den Kauf eines so niedrig wie möglich getakteten FCPGA-Celeron-Prozessors empfehlen. Ich selbst habe einen 600MHz FCPGA-Celeron mit 66MHz
FSB im Einsatz und die Performance reicht völlig zum Abspielen von MP3-Dateien und Visualisierung aus. Das Mainboard
kann auch PPGA-Celeron, würde ich aber nicht empfehlen, da veraltet. Auch vom Pentium III ist wegen des höheren Stromverbrauchs abzuraten. Aktuell sind Celerons mit 700MHz und 66MHz FSB das Minimum, was man neu bekommen
kann. Genau sowas würde ich empfehlen, aktuell liegt dafür der Preis bei DM 114,-. Noch besser wäre ein schwächer
getakteter, gebrauchter Celeron mit 500-600MHz für vielleicht DM50,-. Das Board würde Celeron bis 800MHz
unterstützen, ich denke sowohl für 66MHz als auch 100MHz FSB. Evtl. kann ein neueres Bios auch höhere Taktraten bei Celeron.
- RAM: 66MB RAM ist absolut ausreichend für das gewählte Betriebssystem. Benötigt werden DIMM-Module. Wenn eine CPU mit 66 MHz FSB zum Einsatz kommt, reicht auch 66MHz Speicher (PC66). Neu kann man aber sowieso nur PC-133
RAM kaufen, 64MB liegen aktuell bei DM 25.
- CPU-Lüfter: Hier kann man alles nehmen, was leise ist und auf den Socket-370 / FCPGA passt. Wichtig ist, dass der
Lüfter nicht zu hoch sein sollte, sonst stören sich Lüfter und CD-Laufwerk. Besonders geräuscharme Lüfter mit einer Höhe
von z.B. 54mm sind zu hoch. Normale Lüfter sollten immer passen, am besten zusammenbauen, messen und dann erst Lüfter kaufen.
Ich gehe mal davon aus, dass jeder Interessent weiss, wie er das Mainboard in das Gehäuse bekommt, wie man Speicher und
CPU in die Fassungen des Boards steckt und wie der Lüfter aufgesetzt und angeschlossen wird. Das Manual zum Mainboard gibt
darüber Auskunft. Weiterhin nicht vergessen, das Netzteil mit dem Mainboard zu verbinden. Besonderheiten gibt es wie folgt zu beachten:
- Nach bisheriger Erfahrung muss neben dem CPU-Lüfter kein Gehäuselüfter angeschlossen werden (CASFAN1).
- Die Jumper auf dem Board verbleiben in der Werkseinstellung.
- Der CPU-Lüfter wird an die Jumperleiste CPUFAN1 angeschlossen.
- Anschluss der LED, Infrarot-LED und Laufwerke: siehe “Frontplatten-LED’s”, “Laufwerke” und “Festplatte”
- An die Steckerleiste “Panel1” sind anzuschließen: wird später beschrieben
- Anschluss USB: wird später beschrieben
Folgende BIOS-Einstellungen sind wichtig, der Rest bleibt auf Default:
Menü |
Parameter |
Wert |
Bemerkungen |
Standard-CMOS |
Halt On |
All, But Keyboard |
für Boot ohne Tastatur |
Standard-CMOS |
Drive A |
1.44M, 3.5 in |
Einstellung so wählen, auch wenn keine Floppy eingebaut, sonst wird ein 16-bit-Treiber unter Win98 geladen, Suspend-to-RAM geht dann nicht
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Advanced BIOS |
Boot Up Floppy Seek |
Disabled |
Disabled, wenn keine Floppy eingebaut, sonst Fehler beim Booten |
Integrated Peripherals |
Onboard PCI Modem |
Disabled |
wird nicht benötigt, damit werden unter Win98 keine unnötigen Treiber geladen |
Integrated Peripherals |
Power On Function |
Hot Key |
ermöglicht durch speziellen Tastendruck, die Jukebox anzuschalten |
Integrated Peripherals |
Hot Key Power On |
z.B. CTRL-F10 |
mit CTRL-F10 wird die Jukebox angeschalten |
Integrated Peripherals |
UART Mode Select |
IRDA |
Hiermit wird die COM2 auf den IRDA-Anschluss gelegt, ist notwendig für die Realisierung der Fernbedienung. Mit dieser Einstellung
installiert Win98 sinnloserweise automatisch IRDA-Treiber, deren notwendige Entfernung wird unter “Remote Control” beschrieben. |
Power Management |
ACPI Suspend Type |
S3(STR) |
Dies ist die entscheidende Stelle für die Funktion Suspend-to-RAM. Wird unter Win98 das System in Standby gefahren, wird damit STR
aktiviert. Dies ermöglicht das schnelle Aus- und Anschalten der Jukebox durch Drücken des Power-Buttons am Gerät bzw. Fernbedienungsbefehle. Siehe auch hier. |
Power Management |
Suspend Mode |
Disabled |
Wird durch Power-Management von Win98 überschrieben |
Power Management |
HDD Power Down |
Disabled |
HDD Power Down macht keinen Sinn, wenn die Jukebox an ist, da ständig von der Platte gelesen wird. Könnte sinnvoll sein, wenn die Jukebox
öfter an ist, aber keine Musik gespielt wird. |
Power Management |
CPU Thermal Limit |
60°C |
guter Wert im Zusammenhang mit CPU-Lüftersteuerung |
Power Management |
Board Thermal Limit |
60°C |
guter Wert im Zusammenhang mit CPU-Lüftersteuerung |
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