Grundgerät / Frontplatten-LED’s

Standard:

Die mit dem Gehäuse mitgelieferten und in die Frontplatte integrierten LED’s können direkt auf den entsprechenden Header des Mainboards gesteckt werden. Grün wäre dann Power-On, Rot würde HD-Aktivität anzeigen. Es empfiehlt sich nicht, das auf dem MB vorhandene Signal zur Anzeige des Suspend-Modes auf die Gehäuse-LED zu legen. Das permanente Blinken im Standby-Mode würde im Wohnzimmer nerven.


Exclusive Erweiterung:

Wir wollen hier ja keinen normalen PC aufbauen, sondern schon etwas besonderes haben. Für meinen Geschmack mussten dazu die grüne und rote LED einer blauen LED weichen. Blaue LED im halbdunklen Wohnzimmer sieht exquisit aus. Weiterhin muss ja auch noch der Infrarot-Receiver für die Fernbedienung einen Platz in der Frontplatte bekommen.Bild 2Bild 1

Dazu muss man das Vorderteil des Gehäuses ganz auseinandernehmen. Die LED’s sitzen in einem grauen Plastikteil, das mit zwei Schrauben am Gehäuse befestigt ist (siehe Bild 1, klicken zum Vergrößern). Wenn man dieses Teil abschraubt, kommt man an die LED’s ran und kann sie gegen andere austauschen. Das Licht der LED’s wird über ein transparentes Plastikteil nach vorm geleitet (Bild 2). Jede LED hat hier einen eigenen Leitweg. Dieses Teil ist im Gehäuse eingerastet, man kann es ganz vorsichtig durch Druck mit einem Schraubendreher nach vorn rausschieben. Hier besteht die Gefahr, dass die Rastnasen abbrechen. Nun, wo alles auseinandergebaut ist, geht es ans ändern:

  • Grüne und rote LED werden aus dem Plastikträger ausgerastet und vom Kabel abgeschnitten, das brauchen wir noch. Das Kabel wird löttechnisch so vorbereitet, dass man es wieder an eine neue LED anlöten kann.
  • Wir besorgen uns eine sogenannte RGB-LED mit klarem Gehäuse. Diese gibt es bei Conrad, Art-Nr 185388 (DM10,-). Diese ermöglicht durch entsprechende Ansteuerung die Anzeige des kompletten Farbspektrums. Anschlussbild über diesen Link . Diese LED stecken wir an die Stelle, wo vorher die rote LED war (von vorn gesehen die rechte LED am Gehäuse). Eigentlich spricht aber auch nichts dagegen, die andere Seite zu nehmen. Jetzt müssen die 4 Kabel an die LED verlötet werden. Das Ziel ist, dass die LED im Betrieb schön blau leuchtet und die HD-Aktivität lediglich das Blau heller macht. So können wir mit einer LED zwei Signale anzeigen. Die RGB-LED integriert 4 einzelne LED (2xblau, rot, grün), die durch Mischung ihres Lichts den Farbton ergeben. Wir verbinden 1x blau mit dem Power-On-Signal und die grüne Komponente mit dem HDD-Signal. Grün mit Blau wirkt wie helles Blau (ist halt so). Konkret wird Power-On+ an Pin 2, Power-On- an Pin 5, HDD+ an Pin 3 und HDD- an Pin 6 der RGB-LED verlötet. Die Polung der Signale, die vom Motherboard kommen, muss man ausprobieren (bei Power-on steht die Polung auf dem MB).
  • Wer den Platz der anderen LED nicht für den IR-Empfänger nutzen wird, kann die zweite LED z.B. kräftig orange die HD-Aktivität anzeigen lassen. Zusammen mit der blauen LED für Power-On sieht das recht gut aus.

Infrarot-Empfänger in der Frontplatte:

Anfänglich hatte ich den IR-Empfänger mit in die Frontplatte integriert, siehe nachfolgende Anleitung. Mittlerweile habe ich aber eine bessere Lösung für den IR-Empänger selbst und seine Unterbringung gefunden, so dass man sich die Mühe der folgenden Anleitung eigentlich sparen kann. Trotzdem lasse ich sie als Anregung hier stehen.

  • Wer den Infrarot-Empfänger für die Fernsteuerung hier mit unterbringeBild 4n möchBild 3te, muss den Platz der grünen LED nutzen. Dann kann man leider den bisherigen Plastikträger der LED’s nicht mehr nutzen, da der Infrarot-Empfänger da nicht reinpasst. Hier empfiehlt sich eine kleine Lochrasterplatine (Bild 3), die man anstelle des grauen Plastikteils an das Gehäuse schraubt (eine Schraube reicht). Die RGB-LED aus dem vorigen Punkt wird so eingelötet, dass der Abstand zum Plastik-Lichtleiter stimmt (Bild 4). Die Signalkabel vom MB werden dann von hinten auf die Lochrasterplatine gelötet (Bild 3).
  • Als Infrarot-Empfänger kommt das Bauteil TSOP 1738 von Vishai, Conrad Art-Nr 171077-62, zum Einsatz. Vorteil dieses Empfängers ist seine große Reichweite (getestet bis zu 7m) und dass seine Linse gut in den LED-Ausshnitt des Gehäuses paßt. Der Empfänger wird mit auf die Platine mit der RGB-LED gelötet, die Anschlussdrähte werden um 90° gebogen. Natürlich müssen Lage und Höhe des Empfängers zum Auschnitt im Gehäuse passen. Auf Bild 4 sind der schwarze Infrarot-Empfänger und die RGB-LED zu erkennen. Platz hat auf der Platine weiterhin die Elektronik zur Aufbereitung der InfrarBild 7ot-SBild 6ignalBild 5e.
  • Damit die Infrarotsignale den Empfänger im Gehäuse erreichen, muss man die Hälfte des Lichtleit-Plastikteils (Bild 2) entfernen. Ganz vorsichtig kann man die dünne Stelle mit einer Laubsäge trennen (Bild 5). Der Verbindungssteg sollte nicht mit entfernt werden, also vorher gut überlegen, welche Seite am Gehäuse bleibt. Bild 5 zeigt die Trennlinie, wenn von vorn gesehen der Infrarot-Empfänger links neben der blauen LED sitzt. Das übriggebliebene Teil wird wieder von vorm ins Gehäuse gesteckt. Da ihm nun ein Rastpunkt fehlt, kann man es mit einem Streichholz von hinten festklemmen (Bild 6). Danach wird vorsichtig die Platine mit den LED’s an das Gehäuse geschraubt. Den Sitz des Infrarot-Empfängers prüft man von vorn durch den Sichtkanal. Bild 7 zeigt das Ergebnis von vorn, im linken Kanal fehlt jetzt der Lichtleiter. Wie oben schon erwähnt, kann man Infrarot-Empfänger und RGB-LED vom Platz her auch tauschen, um sich an die Richtung der Fernbedienung anzupassen, dann gelten obige Angaben natürlich seitenverkehrt.Bild 8
  • An dieser Stelle sind nur Hinweise für die Unterbringung des Infrarot-Empfängers im Gehäuse gegeben. Für die Aufbereitung der Infrarot-Signale und deren Anschluß gibt es mehrere Optionen. Deren Realisierung mit Vor- und Nachteilen werden im Abschnitt IR-Empfänger beschrieben. Letztendlich werden die Kabel mit den IR-Signalen entweder auf den SIR-Header des Mainboards (Bild 8, graues Kabel von rechts kommend)) oder über eine Schaltung an den COM2-Port auf dem MB gelegt.